Haarpflege selber machen

Viele Rezepte für gesunde, natürliche Haarpflegemittel zum selbst herstellen

Ähnlich wie ein Fertiggericht, das Sie nur schnell in der Mikrowelle aufwärmen müssen, lassen sich auch die fertigen Pflegemittel für Ihre Haare rasch anwenden. Und genauso, wie die fertigen Mahlzeiten meist etwas teurer sind, sind auch Haarshampoo, Spülung, Haarkur und Haarmaske, die Sie im Supermarkt kaufen, teurer, als eine selber gemachte Haarpflege.

Fertiggerichte enthalten oft Zutaten, die eine längere Haltbarkeit ermöglichen, aber unserer Gesundheit nicht gerade zuträglich sind. Und auch in den fertigen Pflegemitteln befinden sich oftmals Zusätze, die sich nachteilig auf Haare und Kopfhaut auswirken können.

Wer gesund essen will, kocht selber. Und wenn Sie Ihre Haare auf gesunde Weise pflegen möchten, sollten Sie den selben Grundsatz beherzigen: Stellen Sie Ihre natürliche Haarpflege selber her!

Natürliche Haarpflege selber machen

Wenn Sie sich die Inhaltsstoffe eines fertigen Haarwaschmittels oder einer Haarkur auf der Packung durchlesen, könnten Sie leicht auf den Gedanken kommen, dass es gar nicht so einfach sei, seine Haarpflege selber zu machen und zudem viele verschiedene Zutaten notwendig wären. Das ist jedoch weit gefehlt.

Natürliche Haarpflege

Natürliche Wirkstoffe über die Kopfhaut aufnehmen: Die Natur hält eine Fülle von Pflanzen und anderen Materialien bereit, die unseren Körper und somit auch unsere Haare und die Kopfhaut mit wichtigen Nährstoffen versorgen können. Und weil wir eben nicht nur über unsere Nahrung, sondern auch über die Haut und die Kopfhaut viele wichtige Stoffe aufnehmen, sollte uns die Haar- und Kopfhautpflege nicht gleichgültig sein.

Selber gemachte Haarpflege aus unterschiedlichen Zutaten: Manche Pflanzen enthalten so viele Wirkstoffe, dass Sie für die Herstellung eines Haarpflegemittels nur sehr wenige Zutaten benötigen. Bei anderen, selber gemachten Produkten zur Haarhygiene wiederum kommt es auf das Zusammenspiel der einzelnen Inhaltsstoffe an, die sich in ihrer Wirkungsweise optimal ergänzen.

Utensilien zum Haarpflege selber machen: Schwierig ist das Herstellen eines Haarwaschmittels oder einer Haarmaske, Haarkur, eines Haarwassers, etc. jedoch keinesfalls. Sie benötigen in der Regel nur Gegenstände, die sich in jedem Haushalt sowieso befinden. Neben Schüsseln, Tellern, Besteck, Töpfen und Flaschen ist manchmal ein Mixgerät, ein Sieb oder ein Küchenhandtuch von Nöten.

Haarpflege selber machen ist kinderleicht: Besondere Kenntnisse werden beim Haarpflege selber machen ebenfalls nicht vorausgesetzt. Sie bekommen für jedes Rezept eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der Sie ohne Schwierigkeiten Ihr Pflegemittel herstellen können. Daher spielt es für die gesunde, selber gemachte Haarhygiene keine Rolle, ob Sie Anfänger sind, oder schon Erfahrung mit DIY-Haarpflegeprodukten sammeln konnten.

Natürliche Nährstoffe für eine gesunde Mähne: Und im Gegensatz zum gekauften Mittel dürfen Sie beim selber gemixten Pflegeprodukt sicher sein, dass nur Stoffe enthalten sind, die dem gesunden Wohlbefinden Ihrer Haarpracht zuträglich sind. Durch das Meiden des Fertigprodukts verzichten Sie gleichzeitig auf Chemie und fügen Ihrer Kopfhaut und den Haarlängen nur natürliche Wirkstoffe zu.

Haare pflegen mit Hausmitteln

Während im medizinischen Bereich eine dauerhafte Anwendung von Hausmitteln nicht anzuraten ist, dürfen Sie selber gemachte Haarpflege aus Hausmitteln Ihr Leben lang verwenden. Denn gerade die natürlichen Stoffe, die bei der Haarpflege als Hausmittel anzusehen sind, versprechen die besten Pflegeerfolge, ohne Haare und Kopfhaut zu schädigen.

Allerdings gibt es auch bei der selber gemachten Haarpflege ein paar Kleinigkeiten, die Sie beachten sollten. Denn nicht jedes Haarproblem lässt sich mit dem gleichen Hausmittel aus der Welt schaffen.

Hausmittel zur Haarpflege

Ebenfalls ist es nicht egal, wie Sie Ihr Pflegemittel herstellen und anwenden. Sie müssen sich informieren, wo Sie bestimmte Hausmittel erwerben oder selber sammeln können. Und auch wann die beste Zeit zum Pflücken bestimmter Pflanzen ist, spielt eine Rolle:

Was: Da sich jede Pflanze und jedes Material in der Natur aus anderen Inhaltsstoffen zusammensetzt und auch die Haarprobleme verschiedene Ursachen haben, müssen Sie Ihre Hausmittel für die selber gemachte Haarpflege genau aussuchen. Informieren Sie sich über die Nährstoffe, die das jeweilige Hausmittel besitzt und über die Wirkung, die es auf Haare und Kopfhaut ausübt.

Manchmal lässt sich die Wirkung eines Hausmittels durch Zugabe eines zweiten intensivieren. In anderen Fällen ergänzen sich bestimmte Mittel aus der Natur, sodass Sie mit einem selber hergestellten Haarpflegeprodukt eventuell sogar mehrere Haarprobleme aus der Welt schaffen können.

Wie: Weil manche Hausmittel ihre Nährstoffe nur langsam abgeben, müssen Sie Tinkturen oder Auszüge erstellen. Hierbei sollten Sie die Ruhezeit, in der die Pflanzen ihre Wirkstoffe zum Beispiel an ein Trägeröl übergeben, unbedingt einhalten. Auch ein Erhitzen ist oftmals nicht bedenkenlos möglich.

Manche Hausmittel verlieren ihre Wirkstoffe, wenn sie zu heiß werden. Andere geben Sie über den Wasserdampf an die Raumluft ab und werden somit ebenfalls wertlos für Ihre Haarpflege. Und auch bei der Anwendung dürfen Sie nicht schlampern. Denn je nach Hausmittel kann die Einwirkzeit länger oder kürzer sein.

Wo: Damit Ihr Hausmittel optimal wirkt, ist die Qualität besonders wichtig. Sie sollten also sehr genau darauf achten, wo Sie das entsprechende Mittel erwerben. Kaufen Sie nicht das preisgünstigste Produkt aus dem Supermarkt, sondern entscheiden Sie sich für 1A Qualität aus Spezialgeschäften.

Auch beim Selbersammeln von Pflanzen sollten Sie auf Reinheit achten. Haben Sie keinen eigenen Garten, pflücken Sie Kräuter nicht am Wegesrand und nicht in der Nähe von Verkehrsstraßen. Da große Landwirte und Obstbauern oftmals Chemie zur Optimierung ihrer Ernte einsetzen, sollten Sie auch die Nähe von Feldern und Obstplantagen meiden.

Wann: Pflanzen enthalten nicht immer die gleichen Wirkstoffe. Es gibt Gewächse, die erst, wenn sie älter sind viele Nährstoffe gesammelt haben und als Hausmittel für die Haarpflege interessant sind. Bei anderen ist es umgekehrt und sie besitzen nur als Jungpflanze einen hohen Nährstoffgehalt.

Und schließlich spielt natürlich auch die Jahreszeit noch eine Rolle. Denn auch die Pflanzen durchleben ja einen gewissen Lebenszyklus. Daher ist es oftmals nur während eines bestimmten Zeitraumes (z. B. im Frühjahr) sinnvoll, sie als Hausmittel für die Haarpflege zu sammeln.

Tipps für selbst gemachte Haarpflege

  • Schadstoffarme Bioprodukte: Nicht nur über die Nahrung, auch über die Haut – und somit auch über die Kopfhaut - werden Schadstoffe aufgenommen. Damit Ihnen das nicht beim selber gemachten Haarhygienemittel passiert, sollten Sie auf Top-Qualität großen Wert legen. Achten Sie auf Bio-Gütesiegel. Kaufen Sie bevorzugt in der Region von Ihnen bekannten und für gut befundenen Händlern.
  • Richtig lagern: Einen kleinen Nachteil haben die DIY-Haarpflegeprodukte allerdings: Sie sind nicht, wie so manches Shampoo fast unbegrenzt haltbar. Da die chemischen Zusatzstoffe fehlen, kann es passieren, dass eine Haarpflege, die Sie selber hergestellt haben, zu schimmeln anfängt oder ranzig wird. Auch die Wirkstoffe verflüchtigen sich eventuell. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie Ihr Eigenprodukt richtig lagern. Füllen Sie deshalb alle selber gefertigten Haarpflegemittel in dunkle Glasflaschen mit Schraubverschluss ab und bewahren Sie die Flaschen gut verschlossen im Kühlschrank auf.
  • Kein Glas in der Dusche: Da die Shampooflasche beim Duschen leicht aus der nassen Hand rutschen und herunterfallen kann, sollten Sie im Badezimmer Glasflaschen vermeiden. Damit Sie sich nicht an zerbrochenen Glasbehältern verletzen, ist es sinnvoll für die Anwendung immer eine kleine Portion der selber gemachten Haarpflege aus der Glasflasche in eine Plastikflasche umzufüllen.
  • Allergietest machen: Nicht nur chenmische Zusätze, auch Stoffe aus der Natur können Allergien hervorrufen. Testen Sie daher alle Ihre Zutaten, bevor Sie ein Haarpflegemittel anrühren, auf ihre Verträglichkeit. Dazu geben Sie eine kleine Menge des Hausmittels auf Ihren Unterarm und beobachten die Reaktion. Weist Ihre Haut an dieser Stelle nach circa einer Stunde keine Rötung, keine Pusteln oder Pickel und keinen Juckreiz auf und fühlen Sie sich auch sonst körperlich wohl, scheinen Sie nicht allergisch zu reagieren. Sie können das Hausmittel verwenden. Treten jedoch Symptome auf, sollten Sie auf die Anwendung verzichten.
  • Wenig anrühren: Damit Sie keine wertvollen Zutaten verschwenden, weil Ihnen das selbst gemachte Pflegemittel verdirbt, sollten Sie lieber nur eine kleine Menge des jeweiligen Produktes anmischen. Die meisten DIY-Haarhygieneprodukte nehmen bei der Zubereitung nur wenig Zeit in Anspruch.
  • Aufs Haarproblem abstimmen: Mischen Sie nicht einfach irgendwelche Öle und Kräuterauszüge zusammen, nur weil Sie gehört haben, diese Hausmittel seien gesund. Stimmen Sie das Pflegemittel immer auf Ihr Haarproblem ab. Tun Sie das nicht, kann es sein, dass Sie statt einer Verbesserung das Gegenteil bewirken und sich Ihr Problem verschlimmert.
  • Vorsicht vor unbekannten Pflanzen: Auch in der Natur gibt es Giftstoffe, die, über die Haut aufgenommen, zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen können. Sammeln Sie daher keine Pflanzen, die Sie nicht kennen! Verwenden Sie Pflanzen nur dann für Ihre Haarpflege, wenn Sie sicher sind, dass es sich um das empfohlene Hausmittel handelt!